Pflanzung

Für den 2-4jährigen Umtrieb hat sich die Steckholzpflanzung als gebräuchlichste Form der Flächenanlage erwiesen. Werbung, Kühllagerung und die weitere Handhabung von Steckhölzern sind sehr unkompliziert. Viele Arbeitsschritte lassen sich mechanisieren. Steckhölzer stammen von einjährigen Schösslingen aus eigens zu diesem Zweck angelegten Mutterquartieren. Es sind in der Winterruhe geschnittene Sprossstücke, die i. d. R. eine Länge von 20cm und einen Mittendurchmesser von 10–20 mm auf­weisen.

Auf Standorten mit gesicherter Wasserversorgung werden die Steckhölzer mit einem Überstand von 1-2 cm gesteckt. Auf sandigen Substraten empfiehlt sich zur Verringerung der Austrocknungsgefahr ebenerdiges Abstecken oder leichtes Übererden. Herkömmliche Pflanzmaschinen mit Greifersystem für Gemüse oder Tabak können ohne Umbau eingesetzt werden. In Skandinavien haben sich für die Weidenpflanzung sog. Step–Planter durchgesetzt, bei denen der Steckholzschnitt in den Pflanzvorgang integriert ist. 

Beim Anbau von Hybridpappeln werden 10.000 bis 13.000 Pflanzen/ha empfohlen, bei der Weide sind es ca. 15.000 bis 20.000 Pflanzen/ha. Dies ergibt sich aus dem unterschiedlichen Wuchsverhalten beider Ökotypen.

Auf Rückschnitte reagieren Pappeln und Weiden gleichermaßen mit der Ausbildung von mehreren Trieben pro Stock. Die Stockausschläge der Pappeln bestehen im Allgemeinen aus einem vorwüchsigen Haupttrieb und meist vier bis sechs schwächeren Nebentrieben.  Dagegen weichen bei der  Weide die Nebentriebe sowohl im Durchmesser als auch in der Höhe kaum vom Haupttrieb ab. Ihre Anzahl ist sortenabhängig und kann bis zu 20 betragen. In Weidenkulturen werden gute Erträge deshalb vor allem durch die Gesamtzahl der Triebe pro ha erreicht, während bei der Pappel auch in sehr kurzen Umtriebszeiten ein stärkeres Dickenwachstum ausgeprägt ist. 

Innerhalb der Pflanzreihen können die Pflanzenabstände bis auf 0,4 m reduziert werden, während der Abstand zwischen den Reihen von der später einzusetzenden Erntemaschine abhängt. Die Beerntung mit selbst fahrenden Feldhäckslern setzt einen auf die Arbeitsbreite abgestimmten Doppelreihenverband voraus.

Bitte beachten Sie auch

die Informationen zur

Fachveranstaltung "Züch-

tung und Ertragsleistung

schnellwachsender Baum-

arten im Kurzumtrieb...",

die am 21. und 22. Sep-

tember 2011 in Hann.

Münden stattfand.

 

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